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Konservierungshinweise und Tips
Verwendung der Kräuter
Zubereiten von Wildkräutertee




Verwendung wildwachsender Würzkräuter


Frische Kräuter

Bei krautigen Pflanzen werden die Holzteile und harten Stiele herausgelesen.
Das saubere Kraut wird fein gehackt und 10 Minuten vor dem Anrichten bzw. Servieren an das Gericht gegeben. Die meisten Würzkräuter läßt man noch 10 Minuten in der Speise ziehen. Nicht kochen!


Wurzeln

Wurzeln (z. B. von Löwenzahn und Kalmus) sollten gründlich gereinigt werden und 15-20 Minuten mitkochen.
Zwischendurch kosten und, wenn die Speise den gewünschten Geschmack hat, die Wurzeln herausnehmen.
Wurzeln werden zum Trocknen in einem Schlagbecher (nicht zu fein) gemahlen.


Goldene Würzregeln

Sparsam und abwechslungsreich würzen! Wildwürzkräuter sollten den Eigengeschmack der Speisen nicht überdecken,
sondern betonen und hervorheben! Das Aroma der Wildwürzkräuter und der Eigengeschmack der Speise müssen eine
harmonische Einheit bilden. Kraut, Blätter und Blüten von einheimischen Würzkräutern sind als farbenfrohe Garnituren
verwendbar. Wildkräuter sind nicht nur durch ihr Aroma wertvoll; sie enthalten reichlich lebenswichtige Vitamine
und Mineralstoffe. Wildwachsende Würzkräuter sind frisch am wertvollsten! Frische Würzkräuter erst unmittelbar vor dem Anrichten und Servieren zerkleinern und den Speisen zusetzen. Das Würzen verleiht einer Speise oder einem Getränk die aromatische Grundlage, den Grundgeschmack. Das Abschmecken dient der geschmacklichen Abrundung bzw. Veredelung der Speise oder des Getränks. Beide Methoden erfordern Fingerspitzengefühl und Erfahrung, aber auch umfangreiche Kenntnisse über die verschiedenen Gewürze.




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Getrocknete Kräuter

Nicht alle Würzkräuter sind zum Trocknen geeignet (Tabelle). Das getrocknete Kraut reibt man am besten
zwischen den Handflächen klein oder rührt es mit einem Holzlöffel durch ein grobes Sieb.
Die getrockneten Wildgewürze gibt man 10-20 Minuten vor Ende der Garzeit zum Gericht und läßt sie mitkochen.
Von wildwachsenden Würzkräutern unserer näheren Heimat sollten nur Vorräte für ein Jahr angelegt werden.
Dann wieder neu sammeln und trocknen. Offen aufbewahrte getrocknete Würzkräuter verlieren schnell ihre Würzkraft,
und damit ihren Wert. Deshalb ist eine Aufbewahrung unter Luftabschluss notwendig und Voraussetzung
für eine längere Haltbarkeit. Besonders gut eignen sich hierzu Einweckgläser oder Schraubgläser,
weil hier ohne Öffnen der Inhalt erkannt und geprüft werden kann. Die Gläser werden wie zum Einwecken
mit einem Gummiring und einer festen Klammer verschlossen und gesichert. Man sollten bei der Verwendung
von Wildkräutern für die häusliche Küche alle Gläser und Dosen mit einer eindeutigen Beschriftung versehen,
um Verwechslungen auszuschließen. Es ist wichtig, die Gläser an einem dunklen Ort abzustellen, um durch das Licht
hervorgerufene farbliche Veränderungen an den getrockneten Wildwürzkräutern zu vermeiden. Meist geht die naturgrüne,
frische Farbe verloren, die Würzkräuter werden gelblich oder hellbraun und wertlos.

 

 

Eingefrorene Kräuter

Zum Einfrieren eignet sich am besten eine Mischung aus verschiedenen wildwachsenden Würzkräutern, die grob zerkleinert und mit einem Holzlöffel in kleine Plastbehälter (z. B. Margarinedosen) eingeschichtet werden, Im tiefgefrorenen Zustand nimmt man die Würze aus dem Behälter und kann diesen
somit mehrmals benutzen. Ein solcher tiefgefrorener "Kräuterblock" reicht für 4-5 Suppen für je 4 Personen.
Die Kräuter können im tiefgefrorenen Zustand der Suppe oder Soße zugegeben werden. Der Wert der eingefrorenen Würzkräuter entspricht fast dem von frischen Kräutern.

 

Eingesalzene Kräuter

("Suppengrün" oder "Soßengrün") Bei der Verwendung von eingesalzenen Wildwürzkräutern die Speisen anschließend nicht
oder nur noch sparsam nachsalzen! Soßen geben wir die Würzkräuter zu Beginn des Garprozesses bei, Suppen etwa 20-25 Minuten vor Ende der Garzeit. Auf ein Kilogramm Kräutermischung, die durch einen Fleischwolf gedreht oder fein gehackt wird, rechnet man 100 g Salz. Besonders geeignet ist dafür jodhaltiges Speisesalz.

 



Wenn nicht anders angegeben rechnet man einen gehäuften Teelöffel Kräutermischung auf eine Tasse Wasser. Die Teezubereitungen sollen, wenn möglich, ungezuckert oder mit sehr wenig Zucker getrunken werden. Zum Süßen besser Bienenhonig oder handelsübliche Süßungsmittel verwenden.
Formen der Teezubereitung

Kaltauszug:

Besonders zu empfehlen bei. Wurzeln, Stengeln und Samen. 1 gehäufter Teelöffel frische oder getrocknete Pflanzenteile kalt ansetzen und zugedeckt über Nacht ziehen lassen, dann abseihen und mundwarm trinken.

Aufguss:

Wird als Zubereitungsform für zarte Blatt- und Blütenteile sowie für Samen verwendet.
1 gehäufter Teelöffel von der Teemischung wird in einem Glas- oder Porzellangefäß mit kochendem Wasser übergossen.
Keine Aluminium-, Kupfer- oder defekten Emaillegefäße nehmen!
Nun abgedeckt 2-3 Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein Haarsieb abgießen
(kein Metallsieb).

Abkochen:

Geeignet ist das Abkochen besonders für Wurzeln, harte Früchte, Samen
und Stengel. Hierzu geben wir eine vorgeschriebene Menge Kräuter in einen emaillierten Kochtopf und füllen die festgelegte Wassermenge (kalt!) dazu. Bei mittlerer Hitze erwärmen und 5-12 Minuten, je nach Teeart, kochen lassen. Anschließend durch ein Haarsieb abgießen.