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Konservierungshinweise und Tips
Verwendung der Kräuter
Zubereiten von Wildkräutertee


Trocknen

Das Trocknen ist die älteste Methode, Pflanzen auf längere
Zeit haltbar zu machen.
Blüten und Blätter nur bei trockenem Wetter ernten! Stets im Schatten trocknen! Die Trocknung ist beendet, wenn die Stiele brechen und die Blätter rascheln.
Pflanzenteile vor dem Trocknen möglichst nicht waschen, sie schimmeln sonst leicht.
Zum Trocknen leichten Stoff spannen oder Papier, das aber
öfter gewendet werden muß. Vollständige Pflanzen bündeln
und aufgehängt trocknen. Aromareiche Pflanzen beim
Trocknen von anderen trennen. Getrocknetes Sammelgut in verschließbaren Büchsen oder in dunklen Gläsern aufbewahren. Inhalt und Sammeljahr notieren. Getrocknete Kräuter sind in
der Regel 18 Monate verwendbar (Ausnahmen beachten).

Lufttrocknung erfolgt im Schatten bei 16-35 °C.
Herd- oder Ofentrocknung bei 60-75 °C.
Während des Trockenprozesses öfter das Trockengut wenden. Flache Stiegen, Horden oder Leinentücher
sind günstig als Unterlage.
Das Trocknen der gesammelten Früchte, Nüsse und Blätter sowie Wurzeln muß unmittelbar
(höchstens 10 Stunden) nach dem Sammeln beginnen.

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Getrocknete Kräuter lassen sich durchschnittlich aufbewahren:


Heidelbeeren 22 Monate
Schlehen 20 Monate
Hagebutten 18 Monate
Walnüsse 18 Monate
Haselnüsse 18 Monate
Bucheckern 10 Monate
Brennesselblätter 60 Monate
Löwenzahnblätter 36 Monate
Huflattichblätter und -blüten
36 Monate
Wacholderbeeren 18 Monate


Tipp:
Ist der Geschmack einer Pflanze zu intensiv, kann man ihn durch Zugabe von Milch oder Sahne mildern.
Suppen mit Kartoffel gebunden, neutralisieren einen zu scharfen Geschmack.
Planzen, die man für Suppen, Gemüse und Salate verwendet, eignen sich auch für Puffer,Eintöpfe und Klößchen.




Konservieren kann man auch durch:

Zuckern

Kandieren - Früchte durch Kochen in konzentrierter Zuckerlösung ( 60 - 70%), und dann bei 30 - 50 °C trocknen.

Säuern - mit Essig-, Zitronen- oder Weinsäure

Alkoholisieren - durch einlegen in hochprozentigen Alkohol

Gelieren - Gelee ist besonders haltbar, wenn man ein mit Alkohol getränktes Blättchen Butterbrotpapier, oben auflegt.

 




Einkochen

Beim Einkochen werden Früchte, Beeren u.a. durch Temperaturen über 70 °C und Luftabschluss keimarm gemacht. Auch Säfte, Gelees und Marmeladen lassen sich einkochen. Das vorbereitete Einmachgut, je nach Rezept roh oder vorgekocht, wird in die zuvor gründlich gespülten
Gläser gefüllt (rohes Einmachgut bis zum Rand, vorgekochtes bis 2 cm unter den Rand, musartiges nur zu ¾ einfüllen). Die Gläser beim Füllen mehrmals auf der Handfläche aufstoßen, damit das Einmachgut zusammenfällt. Je nach Rezept mit Zucker versetzen (saftreiches Einmachgut bis zur Hälfte mit Zuckerlösung auffüllen, saftarmes bis oben). Gläser dann mit Gummiring, Deckel und Bügel fest verschließen und im Einkochtopf bei 75-90 °C pasteurisieren. Die Einkochzeit beträgt, je nach Weichheit des Einkochgutes, 25-45 Minuten, Gläser herausnehmen, vollständig abkühlen lassen, Bügel
entfernen. Das Einkochgut an einem gleichmäßig kühlen Ort aufbewahren (z.B. Keller).

Walderdbeeren lassen sich nicht einkochen, sie würden dadurch ihr wertvolles Aroma verlieren.

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Einfrieren

Zum Einfrieren nur frische, einwandfreie Pflanzen verwenden. Beeren und Früchte kurz und gründlich waschen, leicht abtrocknen. Beeren und Obst können in Zuckerlösung (1 kg Beeren/Obst mit 100 - 200 g Zucker) eingefroren werden. Dazu die Früchte in eine geeignete Plastedose legen und mit der Lösung auffüllen. Nicht randvoll, da sich der Inhalt beim Gefrieren noch ausdehnt!
Zur Qualitätserhaltung empfiehlt sich das "Schockgefrieren". Damit ein gleichmäßiges Gefrieren gewährleistet ist, sollte man nicht zu große Portionen einfrieren.