Sauerampfer ist eine sehr alte Wildgemüsepflanze
und wird oft noch als Ampfer, Sauerlump, Knöterich oder roter
Sauerampfer bezeichnet.
Die Bedeutung des Wiesensauerampfers für die
Ernährung liegt für viele im sehr angenehmen, arteigenen
Aroma der Pflanze. Die Fruchtsäuren verleihen der Pflanze
einen frisch-säuerlichen Geschmack und wirken sehr appetitanregend
und verdauungsfördernd. Von großem
Wert ist auch der hohe Gehalt an wichtigen Mineralstoffen und
Vitaminen für den menschlichen Körper. Besonders reichhaltig,
jedoch stark abhängig vorn Standort, sind Kalium, Magnesium,
Eisen und Vitamin C enthalten. Den angenehm säuerlichen Geschmack
der Blätter führt man hauptsächlich auf den Anteil
an Oxalsäure zurück. Aufgrund des hohen Gehaltes dieser
Säure in Blättern und jungen Triebspitzen können
bei regelmäßigem Genuss und beim Verzehr größerer
Mengen Verdauungsstörungen auftreten.
Es wird empfohlen, nur zwei Sauerampferspeisen pro Woche zu essen
und sich dabei auf ein bis zwei Kornpottschüsselchen (200
bis 300 g) zu beschränken. In diesen Mengen genossen sind
Sauerampferzubereitungen sehr zu empfehlen. Seit vielen hundert
Jahren wird der Wiesensauerampfer als Wildgemüsepflanze geschätzt,
und seine Bedeutung für die Gesundheit ist unbestritten.
Die Blätter, bei jungen Pflanzen auch die
Triebspitzen, sollen in den frühen Morgenstunden gesammelt
werden, und zwar von solchen Pflanzen, die ihre Blüten noch
nicht entfaltet haben. Die im Schatten oder Halbschatten geernteten
Sauerampferblätter sind sehr viel zarter als die in praller
Sonne. Beim Ernten empfiehlt es sich, nur die Herzblätter,
sie sind besonders zart und auch arm an Oxalsäure, zu pflücken.
Von jeder Pflanze sollten wir nur wenige, besonders zarte Blätter
pflücken, die anschließend von den Rippen gestreift
und von den Stielen befreit werden, Suppen, Blattsalate, Gemüse
und Soßen gewinnen schon durch den Zusatz von wenigen Blättern
sehr an Geschmack.
Eine Handvoll grob gehackte Blätter macht Spinatzubereitung
schmackhafter und besser verdaulich. Köstlich schmeckt eine
Kartoffelsuppe mit feingehackten Ampferblättern. Neben der
Verwendung des Sauerampfers zu Suppen, Gemüse, Soßen
und Spinatzubereitung lässt er sich auch vielfältig
als Wildwürzmittel einsetzen.
Zum Trocknen sollten wir die Sauerampferblätter nicht verwenden,
sie verlieren ihr Aroma fast gänzlich. Für den Herbst
und Winter lässt sich Sauerampfer mit anderen Kräutern
zusammen als Suppengrün durch Einsalzen oder Einfrieren haltbar
machen.
Im Geschmack und im Wert ist der Gartensauerampfer
dem Wiesensauerampfer etwa gleich.
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